Südwesten der USA

  • Erhabene und mannigfaltige Natur 
  • Trendige Metropolen 
  • Bizarre Wüstenlandschaften


Vom winterlichen Frankfurt erreichen wir nach 11 Flugstunden über eine Strecke von 9.000 km Las Vegas mit milden frühsommerlichen Temperaturen. Im Hotel Golden Coast am Flamingo Boulevard kommen wir unter. Im Stil der 80er hat der riesige Kasten schon bessere Zeiten gesehen, aber es überzeugen die moderaten Preise. In den Restaurants zahlt man für einen Hamburger 13$ plus Bier 4$. Bewirtung gibt es rund um die Uhr und genauso lange kann man sein Unwesen in den Spielhöllen treiben. Am nächsten Tag verlassen wir Nevada und fahren bis nach Visala im Sunshinestate Kalifornien. Es geht durch die nach dem Indianervolk Mojave benannte Regenschattenwüste in der auch unser Highlight der Reise, das Todestal liegt.

grünes Glasflaschenhaus bilderideen.de

Tipp

Stoppover in Calico nahe Barstow rechter Hand. Das als Geisterstadt bezeichnetet Calico, eine verlassenen Silbermine, ist für Touristen nett aufbereitet. Sehenswert sind der Saloon, die hölzerne Kirche und viele Überbleibsel aus der Minenzeit.


Über Modesto geht es am nächsten Tag zum Yosemite Nationalpark. Die zauberhafte Parkroute ist wie in allen Parks geteert und gut befahrbar. Tosende Wasserfälle mit mehr als 700 m Fallhöhe, steile Bergmassive, der Merced River und die gigantischen Redwoods, Mammutbäume lassen uns staunen. Vom Tunnelview aus sieht man El Capitan, Half Dome, und den Bridalveil-Fall. Weiter geht es ca 300 km bis nach San Francisco. Es regnet und dichter Nebel umhüllt die Golden Gate Bridge. 

rote Brücke Golden Gate Bridge

To do´s in San Francisco: 

  • Golden Gate Bridge 1937
  • Stadtrundfahrt zu den viktorianischen Stadthäusern
  • Chinatown
  • Fisherman´s Wharf und Pier 39 zum Essen und Mitbringsel besorgen. Vom Kai aus         sieht man bis nach Alcatraz oder fährt mit dem Boot dorthin. Hier legen nicht nur           Boote an, es gibt auch unzählige Seelöwen die sich auf den Holzstegen sonnen.
  • In Richtung Zentrum erreicht man die legendären Cablecarlinien
  • Taylorstreet

 

Am nächsten Morgen geht es zu den Twin Peaks. Der Nebel hat sich gelichtet und wir haben einen herrlichen Blick über die Stadt und entdecken die Golden Gate Bridge weit unten. Über die Mission von Carmel-by-the Sea fahren wir weiter entlang unzähliger am Camino Real gelegener Missionen bis nach Santa Monica.


Tipp

Rast am Pier, ein kleiner Vergnügungspark mit Restaurants und Selfservicebetrieben 

Palme Turm rot weiss Karussell

Vergnügen bleibt unser Begleiter und wir fahren nach Los Angeles, wo wir in Buena Park übernachten. Hier werden Shuttlefahrten in die Vergnügungsparks angeboten. Wir entscheiden uns für den beschaulichen Themenpark Knott´s Berry Farm. Das Wetter ist fantastisch, der Eintritt mit 46$ moderat und gegessen wird für 15$ auf Picknickbänken. 
Das in der Fläche riesige Los Angeles soll man auf jeden Fall mit einem PKW besuchen.

To do´s in Los Angeles:

  • Beverly Hills
  • Rodeo Drive - Sündhaft teure Einkaufsstraße
  • Madame Tussaud‘s
  • Daneben das Chinese Theater und der Walk of Fame
  • Walt Disney Concert Hall von Frank Gehry erbaut


Abend gegessen wird im Central Market zwischen South Hill und South Broadway, einem hippen Foodmarket mit moderaten Preisen. Wir fahren zur Sternwarte im Griffith-Park und haben einen letzten Blick über die nächtlichen Lichter der Stadt.

Die nächste Etappe ist der Joshua Tree Park, wo wir bei angenehmen 20° Grad Celcius auf Picknickbänken zu Mittag essen. Im Sommer kann es hier über 40°Grad heiß werden und hiervon erzählen die vielen vertrockneten Bäume auf dem ca. 45-minütigen Rundtrail. 

Weiter geht es nach Laughlin, wo wir in einem tollen Casino mit Indoor-Wasserfällen und Palmen übernachten. Abendessen gibt es zur Happy Hour von 17:00 bis 19:00 Uhr. Viele Aussteiger überwintern in dieser Gegend und ziehen im Sommer mit ihrem RV weiter. Wir sind wieder in Arizona, wo das Glückspiel erlaubt ist. 

Am nächsten Morgen ist unser Ziel das urige Seligman. Jede Menge Plastikblumen, Girlanden, Elvis und Marilyn in Pappe nachgebaut und stillgelegte Oldtimer sollen den Geist der Route 66 wieder aufleben lassen, auf der wir anschließend nach Amboy weiter fahren. In Roy´s Tankstelle gibt es jede Menge Souvenirs, Root-Beer-66 in der Bügelflasche und die köstlichsten Cinamoncrisps. Der weiße Namensschriftzug "Route 66" auf der einsamen Straße ist ein beliebtes Fotomotiv. 

alte Autos vor Häusern
Roy´s Cafe Tankstelle bilderideen.de

Die Fahrt geht weiter zu Utah´s Sehnsuchtsorten, den Grand- und Bryce-Canyon. Wir betreten den Grand Canyon durch den Südeingang. Natürlich liegt noch Schnee, es ist glatt und sehr kalt. Mit dem Blick in die 446km lange, 29km breite und 1,6km tiefe Gebirgsschlucht, durch die sich der Colorado River seinen Weg gebahnt hat, ist alles vergessen. Eine Farbpalette aus unzähligen Rotschattierungen, in die sich Silbergrau und Blau hineinmogeln zeigt die Natur von ihrer schönsten Seite.

Grand Canyon bilderideen.de

Tipp

Staumauer Colorado Lake Powell
  • Zwischenstopp am Lake Powell. In Page gibt es eine Flugschule, wo unter anderem Deutsch gesprochen wird. Hier kann man Flüge im Kleinflugzeug oder im Hubschrauber buchen. Wir haben uns für einen 45 minütigen Flug über den Lake, den Horseshoe Bend, den Glen Canyon, den Marble Canyon und den Colorado River entschieden. Sehr, sehr empfehlenswert!
  • Glen Canyon Dam; Die Staumauer staut den Colorado Fluss gegen den Lake Powell und ist ein faszinierendes Ingenieurbauwerk. Früher gab es hier viele Überschwemmungen.


Wir würden hier gerne länger im Grand Canyon bleiben, doch unser Zeitplan ist knapp und der nächste Nationalpark auf unserer Liste, der Bryce Canyon muss angefahren werden.

Auf dem Highway 89 geht es von Flagstaff durch eine surreale Vulkanlandschaft. Wir passieren die Sunset Craters und fahren weiter durch die Painted Desert. Hier leben noch Navajo Indianer in teils sehr einfachen Verhältnissen, manche sind nicht mit Elektrizität versorgt. Auf den Koppeln am Straßenrand toben Wildpferde und Mustangs. Wir sind im Westen angekommen.

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir den Bryce Canyon, wo nicht jedem Wohnmobil Einlass gewährt wird. Eilig fahren wir zum Sunset Point. Wie steinerne Zwerge einer Märchenwelt recken die Felstürmchen empor und glühen in der Abendsonne. Es handelt sich dabei um unzählige Hoodoos, die mit den Jahren aus den Sedimenten ausgewaschen wurden. Hier oben ist es ziemlich kalt und wir kehren bei Ruby´s ein, wo wir auch übernachten. Der Restaurant und Übernachtungsbetrieb ist ganzjährig offen.

Felshügel bilderideen.de

Wieder in Nevada machen wir uns auf, den Zion Nationalpark ein Eldorado für Wanderer, zu besuchen. Im Sommer kann es hier sehr heiß werden und Gewitter können in Springfluten münden. Wir genießen die herrliche Fahrt auf der Parkstraße entlang der Tafelberge.

Zurück in Las Vegas starten wir zum Höhepunkt der Reise, die Fahrt in das Todestal. Einmal im Leben den Ort der Extreme besuchen, der niedrigste und zugleich heißeste Punkt der Erde, unbewohnbar für den Einzelnen allein. Wenn auch nicht in der sengenden Sommerhitze. Es ist warm und diesig. Ein einsamer Coyote steht verloren auf der Straße. Wir fahren zum Zabriskie Point (Sonnenaufgang) von wo man das unwirkliche Panorama aus langgestreckten Hügeln in glitzerndem Grün, zartem Rosa und hellem Gelb erspäht. Eine Kulisse für Science Fiction, das ist klar. Weiter geht es ins Badwater vorbei an Devil´s Golfcourse, übersät mit Steinen, die an Golfbälle erinnern. Im Badwater kann man die Makierung „86 m unterhalb des Meeresspiegels“ fotografieren und weit ins vertrocknete Salzbecken laufen. Natürlich wollen wir noch die Mesquite Flat Sand Dunes sehen. Dort gibt es Outdoor Toiletten. Das ganze Tal ist sehr weitläufig und der PKW ein Muss. Die Stimmung ist diffus verhangen und ein bißchen unheimlich. Trotzdem sieht man auf der Straße Extremsportler trainieren. Im Frühjahr soll es hier sogar Wildblumen geben.

Todestal hügelketten bilderideen.de

Tipp

Als Ausganspunkt sollte man den Visitor Center Furnace Creek wählen, um sich jahrzeitgerecht zu informieren und Nötiges zu besorgen. Hier kann man auch seinen Wasservorrat auffrischen.


Zurück in Las Vegas sind wir froh, diese vielseitige Reise gebucht zu haben. Wir waren 16 Tage mit einem eng gesteckten Plan unterwegs. Eine letzte Nachtfahrt entlang des schillernden Strips vorbei am alten Venedig, dem Eiffelturm und dem Flamingo Hotel. 

Las Vegas Nachtaufnahme Eiffelturm
Las Vegas Nachtaufnahme bilderideen.de

Die Chipkarten sind voll und wir fliegen glücklich zurück.

Ich hoffe Ihr könnt Euch ein Bild über den Südwesten der USA machen. Eine tolle Reise, egal ob mit Reiseanbieter oder allein. Nächstes Jahr kommen wir mit zusätzlichen Besichtigungsorten in den Südwesten der USA zurück!

Bis bald!

Eure Bettina