Lightshow auf Europas Bühnen

Island und Nordnorwegen

angesagte Polarlichtorte
mit ganzjähriger Anziehungskraft für Touristen

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Allein mit dem nächtlichen Rauschen des Meeres und ein paar einsamen Straßenlichtern, machen wir uns auf die Suche nach dem geheimnisvollen Nordlicht. Endlich erscheint ein zaghaft schimmerndes Grün am nächtlichen Himmel und taucht wieder ab. Ganz plötzlich beherrscht der leuchtende Sonnenwind den gesamten Ort und wir stehen inmitten tanzender Lichter. Hoch oben vibrieren violette und rote Lichterketten und säumen die grün-leuchtenden Schleier die sich zu uns herabbewegen. Der Spuk verschwindet so schnell, wie er gekommen war und flackert ganz unvermittelt von neuem auf.

So haben wir das Nordlicht im Oktober in Tromsö erlebt. 


Von September bis April können wir vor allem bei Dunkelheit mit dem magischen Schauspiel rechnen. Tromsö ist aufgrund seiner geografischen Lage oberhalb des nördlichen Polarkreises ein idealer Ort, um dem Nordlicht zu begegnen. Genauso wie Island, welches an den Polarkreis grenzt.

Polarlichttipp: Island (außerhalb von Reykjavik, Thingvellir und im Norden)

Auch Europas nördlichste Vulkaninsel sendet das phänomenale Lichterspektakel. Unsere Nordlichtjagd haben wir im Januar in Reykjavik fortgesetzt. Hier bieten viele Agenturen abendliche Polarlichtfahrten mit Kleinbussen an. Gefahren wird nur bei guter Erwartung, ansonsten werden die Fahrten abgesagt und man erhält das Geld zurück. Die munteren Fahrer halten die Gäste bei Laune. Unter dem eisigen Sternenhimmel werden Kekse mit warmem Kakao serviert. Da sind auf jeden Fall warme Kleidung und frostabweisende Schuhe angesagt. 

Island gilt als Land der Extreme und ist vor allem mit seinen Wetterumbrüchen im Winter unberechenbar. Die Ringstraße ist meist gut geräumt, um sie im Winter sicher befahren zu können. Trotzdem gibt es Sturmwarnungen durch den Wetterdienst, der auch über die Stärke des Polarlichtes informiert. Die Sonnenstürme polarisierender Ionen in den oberen Luftschichten bleiben häufig durch die darunterliegende Wolkendecke verborgen und man kann sie nur bei klarem Himmel sehen. Hierzu liefert der Wetterdienst mit einer recht zuverlässigen 3 Tages Prognose hilfreiche Informationen zum Planen. 

https://en.vedur.is/weather/forecasts/aurora/


Reykjavik bietet auch tagsüber eine Menge. In den Agenturen des Rathaus kann man Touren buchen.

Rathaus Reykjavik, (Ecke Tjarnargota/Vonarstraeti) hier kann man Touren buchen. Es liegt am See Tjörnin, der im Winter gefroren ist. 

Zwei architektonische Highlights in Reykjavik :


Hallgrimskirkja,  die weiße evangelisch-lutherische Kirche thront auf einem Hügel über Reykjavik. Ihre Farbe soll an die Gletscher des Landes erinnern. Das Innere der dreischiffigen Hallenkirche zeigt sich in Einfachheit und ohne Schnörkel. Um den Kirchturm reihen sich Betonpfeiler, den isländischen Basaltsäulen nachempfunden.

Vom 75 Meter hohen Glockenturm aus, hat man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt und auf das am Hafen gelegene Konzerthaus Harpa.

Öffnungszeiten des Turmes
Winter    Oktober - April  09:00 - 17:00 (Turm schließt 18:30)
Sommer  Mai - September  09:00 - 21:00 (Turm schließ 20:30)
Sonntags ist der Turm von 10:30 bis 12:15 während der Messe geschlossen.


Harpa, ein Frauenname schmückt das moderne Konzerthaus, dessen zusammengefügte wabenförmige Glasfassade die wechselnden Farben des nördlichen Himmels spiegelt. Ausgezeichnet mit dem Mies van der Rohe Preis errang nicht nur die Lichtplanung des Gebäudes künstlerische Bedeutung.

Hallgrimskirkja, Reykjavik

Konzerthaus Harpa, Reykjavik

Sehenswert ist das Höfdi Haus an der Saebraut. Weiter westlich liegt das Konzerthaus Harpa am Hafen. Von hier aus findet man stadteinwärts im Umkreis von weniger als einem Kilometer viele Lokale. Weiter westlich entlang des Wassers kommt man zum Volcanohouse, in dem man gemütlich essen kann. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu den Bootstouren zur Walbeobachtung. 

Im Rathaus direkt am Tjörnin See kann man Touren buchen. Hier waren wir öfter zu Gast. Aufgrund der Wetterlage mussten wir kurzfristig stornieren und gleich wieder neu einbuchen. Entlang der Sudurgata in Richtung Süden kommt man nach weniger als einem Kilometer zum Isländischen Nationalmuseum. Den Besuch sollte man sich mit einem leckeren Stück Torte im Cafè versüßen. 

Die vielen Museen von Reykjavik kann man besuchen, wenn der Zeitplan es zulässt. 

Das Licht des Nordens

Ganz anders verbringen wir unsere Zeit in Nordnorwegen, fern aller Urbanität, in einer abgelegenen Airbnb Wohnung direkt am Fjord. Natürlich mit Polarlichtblick inklusive. Hierfür war die Nutzung eines Mietwagens erforderlich. Im Oktober sind wir hier rundum mobil. 

Bereits bei unserer späten Ankunft kündigen sich die grünen Lichter an. Nina bringt uns Decken, damit wir die Show von der Terrasse aus sehen können. Doch wie Schlafwandler zieht uns das Naturschauspiel in seinen magischen Bann und wir finden uns mit Stativ und Kamera im Nass des nahen Fjordes. 

Die ländliche Gegend um Ramfjordnes zeigt sich im Herbst von ihrer schönsten Seite. Tagsüber ist es am Fjord verträglich mild und nachts noch nicht zu kalt. Das Laub ist golden verfärbt und die schneebedeckten Berge muten dahinter impressionistisch an. 

Wir unternehmen mit unserem Mietwagen Touren ins Umfeld von Tromsö. Die einsamen weißen Strände von Sommaroya sind ein Insidertip. Nirgendwo kann es schöner sein! Überzeugt Euch davon selbst. 

Wir fahren vorbei an einem Polarlichtaussichtspunkt bis zur Insel Hillesoya. Dort kehren wir ein und besuchen das Hotel, der Stolz des kleinen Örtchens. Zurück in Ramfjordness touren wir am nächsten Tag bis Mikkelvik und treffen unterwegs eine Herde von Rentieren, gehalten von ortsansässigen Farmern. Die Gegend lädt zu zahlreichen Fotostopps ein. 

Spontan in die nördlichste Vulkaninsel oder ins noch nördlichere Tromsö, kein Problem! Hippes Reykjavik oder romantisches Ramfjordnes, das Erlebnis Nordlicht sollte von September bis April realisierbar sein. Jedoch benötigt man dafür, je nach Wetterlage mindestens eine Woche zur Verfügung. 

Ich hoffe der Blog hat Euch gefallen und Ihr wagt Euch in den hohen Norden. Schaut wieder vorbei!

Eure Bettina