Marokko  2018

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Vor- und Nachteile

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Wegepunkte:  Casablanca - Rabat - Meknès - Volubilis - Fès - Merzouga - Erg Chebi - Benhaddou - Essaouira - Marrakesch

In 15 Tagen besuchen wir Marokkos Königsstädte. Wir starten in Casablanca, an der am Wasser gelegenen Hassan-II-Moschee, die zu den größten Moscheen der Welt zählt. Das gigantische Bauwerk beeindruckt mit seinen Dimensionen.


Genauso wie der wuchtige steinerne Hassan-Turm in Marokkos Hauptstadt Rabat. Der streng geometrische Baukörper sollte im 12. Jahrhundert als Minarett der dortigen Moschee dienen. Beide Bauwerke, Moschee und Turm blieben unvollendet.


Hassan II Moschee, Casablanca

Hassan Turm, Rabat

Mausoleum König Hassan V in Rabat

Über eine helle Treppenanlage steigen wir zum Mausoleum König Mohammed V auf, welches heute noch bewacht wird.

Weiter geht es nach Fès zur drittgrößten Stadt Marokkos. Die Medina, welche weltweit die größte historische Altstadt sein soll, steht unter dem Schutz der UNESCO. Deswegen verlassen wir uns auf die Führung eines lokalen Guides, da es fast unmöglich ist, in den unzähligen dunklen Gassen den Überblick zu behalten. Von einer hohen Dachterrasse aus sehen wir die berühmten Gerbereien. Spätestens jetzt wird uns klar, welches Leben die Marokkaner wirklich führen. 

Übernachtet wird in einem ganz süßen Riad „Mimosa“ mit leckerem Frühstück.

Die nächste Etappe unserer Reise führt uns in die Königsstadt und ehemalige Palaststadt Meknès, wo wir die Vorratsspeicher und die Pferdeställe besichtigen. Auch hier schützt die UNESCO das Weltkulturerbe. Die kilometerlangen Speicher sind fast fensterlos und bestehen aus bis zu zwei Meter dicken Stampflehmwänden. Diese sorgen für ein fantastisches Klima in der Hitze Marokkos.

Weiter geht es nach Volubilis.

Vom Museum aus wandern wir eine gute Strecke von ca. 30 Minuten zu den römischen Ruinen von Volubilis. Man soll sich besser mit einem kleinen Wasservorrat eindecken, um sich die gut erhaltene antike Siedlung anzuschauen.

Dann geht es weiter durch den Atlas über unendliche 480 Kilometer bis an den Rand der Sandwüste Sahara. Wir übernachten in Merzougas Hotel Ksar Bicha in eher landestypischen Räumlichkeiten. Zum Hotel gehört ein schöner Pool mit vielen schattigen Plätzen zum Dösen.
 

Vor dem Hotel warten schon die Kamele, die uns am Abend zum Wüstencamp bringen werden.

Wo geht es nach Merzouga?

It is a long way ...

Let´s go

Sanddüne im "Erg Chebi"

 
Die Unendlichkeit der Sanddünen Nordafrikas bildet eine für Menschen fast unbewohnbare Landschaft. Sengende Hitze am Tage und Trockenheit halten das Land unfruchtbar und den Einzug von Zivilisation dort fern. Auch die besiedelten Teile Nordafrikas sind noch nicht weit entwickelt und viele Menschen sind schweren Lebensbedingungen unterworfen. Traditionelles Handwerk, Jahrhunderte alte Kasbahs, bewohnt oder bereits vom Verfall bedroht, aber auch imposante Moscheen und Paläste finden sich hier.

Der Höhepunkt der Reise führte uns mit Kamelen von Merzouga ins "Erg Chebbi". Der Ritt dauert wenige Stunden und ist nicht wirklich bequem. Man braucht eine Tagestasche und die Kamele können nur begrenztes Gewicht befördern. 

Im „Erg Chebbi“  löst sich die Zivilisation auf und wir übernachten im  "Nirgendwo" in einem Camp mitten in der Wüste. Die kreisförmig angeordneten Zelte werden mit schweren Teppichen verschlossen und haben sogar ein kleines Fenster zum durchlüften.

Nach einer entspannten Nacht geht es mit einer 2 Tagestour entlang der Straße der tausend Kasbahs durch die Todra und Dades Schlucht bis zur Ksar  Benhaddou. Auf dem Weg erleben wir Marokkos wilde Schönheit, geprägt durch tiefe Schluchten, grüne Täler und klare Gewässer.

Die Stadt Benhaddou, mit ineinander verschachtelten Wohnburgen, diente als  Filmkulisse. Diesen dramatischen Ort solltet Ihr unbedingt anschauen. Obgleich zahlreiche behelfsmäßige Wasserableitungen die Lehmbauten vor dem Verfall schützen sollen, wird die Anlage nicht wirklich instand gehalten. Niemand weiß, wielange es sie noch geben wird.

Wir übernachten im nahen Örtchen in einem reizenden Kasbah Hotel. 

Erreicht wird Benhaddou über ein ausgetrocknetes Flussbett. In den frühen Morgenstunden und auch in den späten Abendstunden gibt es hier wilde Hunde, die sehr unangenehm werden können. Um diese Zeit müsst ihr hier wirklich vorsichtig sein. 

Benhaddou

Von Benhaddou geht es über Taroudant nach Essaouira. Haltet auf der Fahrstrecke Eure Kamera bereit, um ein Foto mit fliegenden Ziegen zu shooten. 

Essaouira- Marokkos berühmte Hafenstadt und Badeort ist für mich ein ambivalenter Ort.  Von der Stadtmauer aus kann man das bunte Treiben am Hafen beobachten. Es bietet sich ein pittoresker Anblick alter Kähne. Unzählige Vögel kreisen, um Fischabfälle zu jagen. Die Medina gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist mit ihren verwinkelten Gassen trotzdem noch überschaubar und sehr sehenswert. 

Hafen von Essaouira

Nicht versäumen sollte man den Sonnenuntergang im Westen von Essaouira hinter der Stadtmauer. Das grüne Moos auf den Steinen sieht dann toll aus.

Zurück in Marrakesch bsichtigen wir den El Bahia Palast, die Saadier Gräber und die Koutoubia Moschee.

El Bahia Palast, Marrakesch

Mit dem Besuch des Djemaa el Fna-Platz kommen wie zum Ende der Reise. Hier lebt abends der Mythos Marokkos auf: Schlangenanbeter, Wahrsager und Gaukler ziehen nicht nur Touristen in ihren Bann.

Marokko ist immer wieder eine Reise wert! Der entscheidende Vorteil einer geführten Reise ist es, das Land bereits in kurzer Zeit gut kennenzulernen. Wir erhielten Einblick in das Leben der Marokkaner und waren Gast in ihrem Haus, dennoch sind wir den Marokkanern nicht wirklich begegnet. In einer netten Gruppe Mitreisender verbrachten wir viel Zeit in einem klimatisierten Minibus, was kurzweilig war. Das Reiseerlebnis des nordafrikanischen Marokko blieb ein bisschen anonym. 

Marokko kann auch auf eigene Faust bereist werden und ist relativ sicher. Allerdings würde ich dann mehr Zeit einplanen. Vorsichtig muss man bei der Auswahl von Essen und Getränken sein. Leitungswasser und angebotene Fruchtmixgetränke soll man besser meiden. Greift man zu Schälbarem und Abgekochten, dann kann man die Reise ganz sicher unbeschwert genießen.

Der Flughafen in Marrakesch mutet futuristisch an. Von hier fliegen wir zurück in die Heimat.

Ich hoffe es hat Euch gefallen und Ihr nehmt ein paar Tipps mit auf Eure Reise.

Schaut wieder vorbei ! 

Eure Bettina